Meisterfeier bei den Segelfliegern

von Manfred Schwarz

Vereinsmitglieder feiern im Clubheim

Einen Tag vor der geplanten Meisterfeier gab es noch einen weiteren Grund zum Feiern, so dass auf dem Gruppenfoto nicht nur die beiden Sieger der Deutschen Meisterschaft zu sehen sind, sondern auch Christian Epp, der am selben Tag seine praktische Prüfung im Segelflug bestanden hat und Hans-Joachim Kania, der Förderer der Segelflugjugend. Der 21-jährige Kilian Biechele hat in Zwickau die Deutsche Meisterschaft in der Standardklasse gewonnen, Robert Schröder wurde dritter. Beide auf einer LS8, beide vom Segelflugverein Bad Wörishofen. Der 19-Jährige Christian Epp ist nach dreijähriger Segelflugausbildung schneller zu seinem Flugschein gekommen, als gedacht. Das Luftamt-Süd in München hatte spontan einen Prüfungstermin frei und hat mit 24-stündigem Vorlauf die praktische Prüfung angesetzt. Diese Steilvorlage wollte weder der Prüfling noch der Ausbildungsleiter ungenutzt lassen. So gab es auch für ihn einen triftigen Grund zu feiern. Grund zur Freude gab es auch bei der Fliegerjugend des Vereins. Hans-Joachim Kania, der Gründer des Kultur- und Sport Awards hat die Jugendarbeit des Vereins mit einer großzügigen Spende bedacht.Als alle Segelflugzeuge nach dem regulären Flugbetrieb wieder abgebaut und eingeräumt  waren, ging es vorrangig um das Wohl der Gäste und Vereinsmitglieder. Um das Gelingen der zünftigen Meisterfeier, auf der alle viel Spaß hatten, kümmerte sich die Schirmherrin Gertraud Gruschka.

Kilian Biechele gewinnt Deutsche Segelflugmeisterschaft in der Standardklasse

von Manfred Schwarz

Der 21-jährige Biechele vom Segelflugverein Bad Wörishofen wird Deutscher Meister in Zwickau.

38 Teilnehmer aus ganz Deutschland kämpften in der Standardklasse vom 20.6 bis 1.7.2017 um den Titel. Von 12 Wertungstagen wurde an 6 Tagen geflogen. Die Taktik von Biechele, immer konstante Leistung zu bringen und nicht zu sehr auf Tagessiege zu spekulieren, hat sich ausgezahlt. Ohnehin hatte er bei seiner zweiten Teilnahme an einer deutschen Meisterschaft nichts zu verlieren, er konnte nur gewinnen. Mit 4639 Punkten und 100 Punkten Abstand zum zweitplatzierten Björn Gintzel aus NRW hat Biechele den ersten Platz souverän eingeflogen. Ausgesprochenes Pech hatte sein Vereinskamerad Robert Schröder, der mit einem Punkt Unterschied zum Zweitplatzierten  den dritten Platz erreichte. Ein in der Segelfliegerei  nur mit der Lupe zu erkennendes Missgeschick brachte ihm 3 Strafpunkte ein und kostete ihn den 2. Platz. Beim Überfliegen der Startlinie war er genau 3 Meter zu hoch, was zum Punktabzug führte. Bei teilweise schwierigen Wetterbedingungen tauschten die beiden Wörishofer Piloten von Wertungstag zu Wertungstag die ersten beiden Plätze in der Gesamtwertung, beide flogen auf LS8 neo. Gleich am ersten Wertungstag führte die Vorgabe die Piloten auf einer 360 km langen Strecke über Marienberg Markt, Sonneberg und Suhl zurück zum Flugplatz Zwickau. Der Tagessieger Sebastian Nägel aus Baden-Württemberg  schaffte die Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 113,77 km/h.  Kilian Biechele ist mit dem ersten Platz automatisch für die WM Teilnahme der Senioren 2018 in Polen nominiert. Durch seinen Erfolg in Zwickau gewann er auch einen zweiwöchigen Aufenthalt im Segelfliegerparadies  in Bitterwasser (Namibia). Nach zwei Wochen schlafen im Zelt und täglicher Konzentration auf das morgendliche Briefing will Biechele erst mal ein paar Tage ausspannen, bevor es in drei Wochen zum nächsten Wettbewerb, der WM der Junioren nach Pociunai in Litauen geht.

Mit langen Ohren erfolgreich

von Manfred Schwarz

Timo Mayr vom SFV Bad Wörishofen gewinnt den 54. Internationalen Hotzenwaldwettbewerb in Hütten.

14 Teilnehmer kämpften vom 3. bis 10. Juni 2017 in der gemischten Standardklasse um die Plätze.
Eine Überraschung hielt die gemischte Klasse bereit: Hier machte der 21-jährige Timo Mayr vom Segelflugverein Bad Wörishofen mit seinem restaurierten Holzflieger, einer Ka6CR, am achten Wertungstag mit 1055 Punkten das Rennen. Noch am Donnerstag gelang ihm ein achtstündiger Flug über dem Wehratal. Der Holzflieger aus dem Baujahr 1967 sei leichter und steige schneller als neuere Modelle, erklärte Timo. Er hatte zum zweiten Mal an einem Wettbewerb teilgenommen und freue sich nun riesig über den ersten Platz.
Der Wettbewerb wurde im Südschwarzwald, unweit der Schweizer Grenze ausgetragen. Am letzten Wertungstag schaffte Timo die 278 Km lange Strecke in 3 Stunden und 43 Minuten. Die Wendepunkte waren Voehrenbach, Hayingen und Schramberg. Viel gelobt wurde die angenehme Atmosphäre: Hier fliege man nicht „mit dem Messer zwischen den Zähnen“, befand ein Teilnehmer aus Hamburg. Die Komplette Organisation machte einen sehr professionellen Eindruck, egal ob Briefing oder Versorgung, die Mitglieder des LGH haben ein dickes Lob verdient